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Blutige Brustwarzen beim Stillen - was hilft wirklich?

Endlich ist dein Baby da! Ihr steckt vielleicht mitten in der Kennenlernzeit, das Stillen klappt mittlerweile, aber du hast blutige Brustwarzen beim Stillen! Wunde und blutige Brustwarzen, die wehtun, sind am Anfang der Stillzeit ein häufiges Problem.

In diesem Beitrag stellen wir dir häufige Ursachen für wunde und blutige Brustwarzen vor. Wir erklären dir außerdem, was du gegen blutende und schmerzende Brustwarzen tun kannst und welche Hausmittel erste Hilfe leisten können.

 

Die 4 häufigsten Gründe für blutige Brustwarzen beim Stillen

Nach dem Milcheinschuss sind die Brustwarzen häufig empfindlich oder sogar wund. Es liegt daran, dass sich die dünne Haut an der Brust erst an das viele Saugen gewöhnen muss. Wenn die Brustwarze aber blutet, hat dies jedoch konkrete Gründe. Zu den häufigsten Ursachen für blutende Brustwarzen beim Stillen zählen:

  • Eine ungünstige Stillposition
  • Eine sehr pralle Brust vor dem Anlegen
  • Das Baby macht den Mund nicht weit genug auf
  •  Flache Brustwarzen

 

Die Stillposition ist ungünstig

Blutige Brustwarzen beim Stillen können auch durch falsches Anlegen und eine unbequeme Sitz- oder Liegeposition verursacht werden. Überprüfe deshalb deine Stillposition und finde die optimale Position heraus, in der du bequem sitzt und das Stillen keine Schmerzen an den Brustwarzen verursacht.

Beim Stillen ist es wichtig dass sich dein Baby auf Brusthöhe befindet und deinem Körper zugewandt ist. Dabei ist es egal, ob du liegend oder sitzend stillst. Beim Stillen im Sitzen kann ein Stillkissen eine wunderbare Hilfe sein, um eine bequeme und schmerzfreie Stillposition einnehmen zu können.

 

Die Brust ist vor dem Anlegen sehr prall

Stillen sollte eigentlich nicht wehtun. Wenn sich aber sehr viel Milch in der Brust befindet, kann dies einerseits ein unangenehmes Spannungsgefühl auslösen, andererseits ist es für das Baby schwer, die Brust mit dem Mund zu fassen.

Die Lösung lautet: regelmäßiges Stillen, das auf den Bedarf deines Babys ausgerichtet ist. So kannst du verhindern, dass deine Brüste zu prall werden, so dass sie schwer zu umfassen sind und der Babymund von der Brustwarze abrutscht.

 Als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ kannst du warme Umschläge auf deine Brust legen, um dann vor dem Stillen sanft  ein wenig Milch auszustreichen.

 

Das Baby macht den Mund nicht weit genug auf

Wenn dein Baby beim Stillen den Mund nicht weit genug aufmacht, bekommt es nur einen Teil der Brust in den Mund. Dadurch entsteht die Gefahr, dass dein Baby beim Ansaugen die Brustwarze gegen den Daumen presst. Das kann zu wunden Brustwarzen führen oder sogar rissige Brustwarzen beim Stillen verursachen.

Auch hier können eine ungeeignete Stillposition oder ein nicht ausreichend geöffneter Mund die Ursache dafür sein, dass das Baby den Mund nicht weit genug aufmachen kann, um die gesamte Brustwarze zu umspannen. Die Lippen des Babys sollten beim Saugen ausgestülpt sein.


Die Brustwarzen sind flach

Generell sind alle Formen der Brust und Brustwarze zum Stillen geeignet. Bei sogenannten Flachwarzen oder Hohlwarzen, die flach oder nach innen eingezogen sind, kann das Stillen eine Herausforderung sein.

Bei diesen Brustwarzenformen raten Fachleute zu Brustwarzenformern, die durchsanften Druck die Brustwarzen ein wenig hervortreten lassen, damit das Baby die Brustwarze leichter umfassen kann. Sprich am besten deine Stillberaterin oder Hebamme darauf an.


Das kannst du gegen blutige Brustwarzen beim Stillen tun

Die Stillzeit sollte eine entspannte und angenehme Zeit für dein Baby und dich sein, in der ihr eine ganz besondere Bindung aufbauen könnt. Wenn beim Stillen aber die Brustwarze blutet, kannst du zum Glück einiges tun, um die Blutung zu stoppen und die Heilung zu fördern:

  • Auf Brusthygiene achten
  • Einen Brustwarzenschutz verwenden und weite Kleidung tragen
  • Kalte Umschläge
  • Salben, Lanolin und Muttermilch verwenden

Falls du beim Stillen akut Schmerzen verspürst, dann löse sofort das Vakuum des Saugschlusses im Babymund mit deinem kleinen Finger im Mundwinkel.  

 

Achte auf die Hygiene im Brustbereich

Beim Stillen ist es wichtig, die Brüste mehrmals pro Tag mit einem milden Waschgel zu waschen und die Stilleinlagen häufig zu wechseln. Trockene und saubere Stilleinlagen verringern nämlich den Reibungseffekt, schonen die Brustwarzen und verhindern wunde Brustwarzen.

Wenn die Haut um die Brustwarzen herum trocken bleibt, ist sie weniger empfindlich. Hierbei bieten Einwegstilleinlagen einen zuverlässigen Auslaufschutz und halten die Haut trocken. Auch Einlagen aus Wolle sind nicht nur weich und atmungsaktiv, sondern auch antibakteriell.   


Brustwarzenschutz gegen wunde Brustwarzen

Es gibt im Fachhandel diverse Brustwarzenschoner, welche die Reibung mit der Kleidung verhindern und ausreichend Luft an die Brustwarzen lassen, um die Heilung von blutenden Brustwarzen zu unterstützen. Du kannst auch einfach und kostengünstig einen „Brustschutz-Donut“ aus Mullbinden selber herstellen.

Generell gilt: Wenn du luftdurchlässige Kleidung trägst, können die wunden oder blutigen Brustwarzen besser regenerieren. Verzichte eventuell zuhause zeitweise auf den Still-BH, da die Wunden durch die Luftzirkulation schneller verheilen.  

 

Kalte Umschläge

Kalte Umschläge in Form von Kompressen sind ideal, um akute Schmerzen bei blutigen Brustwarzen zu lindern. Sie sind in der Apotheke oder der Drogerie erhältlich und lassen sich am besten im Kühlschrank lagern, um bei Bedarf jederzeit einsatzbereit zu sein.

 

Salben, Lanolin und Muttermilch bei wunden Brustwarzen

Salben und Cremes mit natürlichen Wirkstoffen wie Ringelblume oder Johanniskraut sind ideal zur Förderung der Wundheilung, wenn blutige Brustwarzen beim Stillen X auftreten. Es gibt eine breite Palette an Präparaten, und am besten lässt du dich in der Apotheke beraten.

Lanolin ist gereinigtes Wollfett und ebenfalls in Cremeform erhältlich. Wenn eine dünne Schicht auf die rissigen Brustwarzen aufgetragen wird, schützt das Lanolin deine Brustwarzen beim Stillen und hat einen pflegenden Effekt.

Ein altbewährtes Hausmittel ist die Muttermilch! Einfach ein wenig Muttermilch ausstreichen, auf die wunden oder blutigen Stellen verteilen und trocknen lassen. Muttermilch darf allerdings nicht bei Pilzerkrankungen verwendet werden!

 

Müssen blutige Brustwarzen beim Stillen sein?

Blut beim Stillen kommt bei vielen stillenden Müttern vor. Vor allem zu Beginn der Stillzeit und beim ersten Kind sind wunde oder blutende Brustwarzen keine Seltenheit. Du bist also nicht alleine, und mit ein bisschen Routine für dich und dein Baby wird es sicherlich bald besser!

Setz dich deshalb nicht unter Druck und hole im Zweifelsfalle den Rat der Hebamme oder Stillberaterin ein. So kannst du die Stillzeit genießen, die eine wunderbare Gelegenheit ist, die Bindung zwischen Baby und Mutter aufzubauen und zu vertiefen.

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Blutige Brustwarzen beim Stillen - was hilft wirklich?

Endlich ist dein Baby da! Ihr steckt vielleicht mitten in der Kennenlernzeit, das Stillen klappt mittlerweile, aber du hast blutige Brustwarzen beim Stillen! Wunde und blutige Brustwarzen, die wehtun, sind am Anfang der Stillzeit ein häufiges Problem.

In diesem Beitrag stellen wir dir häufige Ursachen für wunde und blutige Brustwarzen vor. Wir erklären dir außerdem, was du gegen blutende und schmerzende Brustwarzen tun kannst und welche Hausmittel erste Hilfe leisten können.

 

Die 4 häufigsten Gründe für blutige Brustwarzen beim Stillen

Nach dem Milcheinschuss sind die Brustwarzen häufig empfindlich oder sogar wund. Es liegt daran, dass sich die dünne Haut an der Brust erst an das viele Saugen gewöhnen muss. Wenn die Brustwarze aber blutet, hat dies jedoch konkrete Gründe. Zu den häufigsten Ursachen für blutende Brustwarzen beim Stillen zählen:

  • Eine ungünstige Stillposition
  • Eine sehr pralle Brust vor dem Anlegen
  • Das Baby macht den Mund nicht weit genug auf
  •  Flache Brustwarzen

 

Die Stillposition ist ungünstig

Blutige Brustwarzen beim Stillen können auch durch falsches Anlegen und eine unbequeme Sitz- oder Liegeposition verursacht werden. Überprüfe deshalb deine Stillposition und finde die optimale Position heraus, in der du bequem sitzt und das Stillen keine Schmerzen an den Brustwarzen verursacht.

Beim Stillen ist es wichtig dass sich dein Baby auf Brusthöhe befindet und deinem Körper zugewandt ist. Dabei ist es egal, ob du liegend oder sitzend stillst. Beim Stillen im Sitzen kann ein Stillkissen eine wunderbare Hilfe sein, um eine bequeme und schmerzfreie Stillposition einnehmen zu können.

 

Die Brust ist vor dem Anlegen sehr prall

Stillen sollte eigentlich nicht wehtun. Wenn sich aber sehr viel Milch in der Brust befindet, kann dies einerseits ein unangenehmes Spannungsgefühl auslösen, andererseits ist es für das Baby schwer, die Brust mit dem Mund zu fassen.

Die Lösung lautet: regelmäßiges Stillen, das auf den Bedarf deines Babys ausgerichtet ist. So kannst du verhindern, dass deine Brüste zu prall werden, so dass sie schwer zu umfassen sind und der Babymund von der Brustwarze abrutscht.

 Als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ kannst du warme Umschläge auf deine Brust legen, um dann vor dem Stillen sanft  ein wenig Milch auszustreichen.

 

Das Baby macht den Mund nicht weit genug auf

Wenn dein Baby beim Stillen den Mund nicht weit genug aufmacht, bekommt es nur einen Teil der Brust in den Mund. Dadurch entsteht die Gefahr, dass dein Baby beim Ansaugen die Brustwarze gegen den Daumen presst. Das kann zu wunden Brustwarzen führen oder sogar rissige Brustwarzen beim Stillen verursachen.

Auch hier können eine ungeeignete Stillposition oder ein nicht ausreichend geöffneter Mund die Ursache dafür sein, dass das Baby den Mund nicht weit genug aufmachen kann, um die gesamte Brustwarze zu umspannen. Die Lippen des Babys sollten beim Saugen ausgestülpt sein.


Die Brustwarzen sind flach

Generell sind alle Formen der Brust und Brustwarze zum Stillen geeignet. Bei sogenannten Flachwarzen oder Hohlwarzen, die flach oder nach innen eingezogen sind, kann das Stillen eine Herausforderung sein.

Bei diesen Brustwarzenformen raten Fachleute zu Brustwarzenformern, die durchsanften Druck die Brustwarzen ein wenig hervortreten lassen, damit das Baby die Brustwarze leichter umfassen kann. Sprich am besten deine Stillberaterin oder Hebamme darauf an.


Das kannst du gegen blutige Brustwarzen beim Stillen tun

Die Stillzeit sollte eine entspannte und angenehme Zeit für dein Baby und dich sein, in der ihr eine ganz besondere Bindung aufbauen könnt. Wenn beim Stillen aber die Brustwarze blutet, kannst du zum Glück einiges tun, um die Blutung zu stoppen und die Heilung zu fördern:

  • Auf Brusthygiene achten
  • Einen Brustwarzenschutz verwenden und weite Kleidung tragen
  • Kalte Umschläge
  • Salben, Lanolin und Muttermilch verwenden

Falls du beim Stillen akut Schmerzen verspürst, dann löse sofort das Vakuum des Saugschlusses im Babymund mit deinem kleinen Finger im Mundwinkel.  

 

Achte auf die Hygiene im Brustbereich

Beim Stillen ist es wichtig, die Brüste mehrmals pro Tag mit einem milden Waschgel zu waschen und die Stilleinlagen häufig zu wechseln. Trockene und saubere Stilleinlagen verringern nämlich den Reibungseffekt, schonen die Brustwarzen und verhindern wunde Brustwarzen.

Wenn die Haut um die Brustwarzen herum trocken bleibt, ist sie weniger empfindlich. Hierbei bieten Einwegstilleinlagen einen zuverlässigen Auslaufschutz und halten die Haut trocken. Auch Einlagen aus Wolle sind nicht nur weich und atmungsaktiv, sondern auch antibakteriell.   


Brustwarzenschutz gegen wunde Brustwarzen

Es gibt im Fachhandel diverse Brustwarzenschoner, welche die Reibung mit der Kleidung verhindern und ausreichend Luft an die Brustwarzen lassen, um die Heilung von blutenden Brustwarzen zu unterstützen. Du kannst auch einfach und kostengünstig einen „Brustschutz-Donut“ aus Mullbinden selber herstellen.

Generell gilt: Wenn du luftdurchlässige Kleidung trägst, können die wunden oder blutigen Brustwarzen besser regenerieren. Verzichte eventuell zuhause zeitweise auf den Still-BH, da die Wunden durch die Luftzirkulation schneller verheilen.  

 

Kalte Umschläge

Kalte Umschläge in Form von Kompressen sind ideal, um akute Schmerzen bei blutigen Brustwarzen zu lindern. Sie sind in der Apotheke oder der Drogerie erhältlich und lassen sich am besten im Kühlschrank lagern, um bei Bedarf jederzeit einsatzbereit zu sein.

 

Salben, Lanolin und Muttermilch bei wunden Brustwarzen

Salben und Cremes mit natürlichen Wirkstoffen wie Ringelblume oder Johanniskraut sind ideal zur Förderung der Wundheilung, wenn blutige Brustwarzen beim Stillen X auftreten. Es gibt eine breite Palette an Präparaten, und am besten lässt du dich in der Apotheke beraten.

Lanolin ist gereinigtes Wollfett und ebenfalls in Cremeform erhältlich. Wenn eine dünne Schicht auf die rissigen Brustwarzen aufgetragen wird, schützt das Lanolin deine Brustwarzen beim Stillen und hat einen pflegenden Effekt.

Ein altbewährtes Hausmittel ist die Muttermilch! Einfach ein wenig Muttermilch ausstreichen, auf die wunden oder blutigen Stellen verteilen und trocknen lassen. Muttermilch darf allerdings nicht bei Pilzerkrankungen verwendet werden!

 

Müssen blutige Brustwarzen beim Stillen sein?

Blut beim Stillen kommt bei vielen stillenden Müttern vor. Vor allem zu Beginn der Stillzeit und beim ersten Kind sind wunde oder blutende Brustwarzen keine Seltenheit. Du bist also nicht alleine, und mit ein bisschen Routine für dich und dein Baby wird es sicherlich bald besser!

Setz dich deshalb nicht unter Druck und hole im Zweifelsfalle den Rat der Hebamme oder Stillberaterin ein. So kannst du die Stillzeit genießen, die eine wunderbare Gelegenheit ist, die Bindung zwischen Baby und Mutter aufzubauen und zu vertiefen.

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